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100 Jahre Bäckerei Viehmeier - Einblick in die Geschichte

100-jahre-viehmeier-klein.jpgAls im Jahre 1907 die ortsansässige Bäckerei G. Möller den Backbetrieb einstellte, kaufte Friedrich Viehmeier (der Urgroßvater des heutigen Geschäftsführers Jürgen Viehmeier) die gesamte Einrichtung auf.

Die Eintragung in die Handwerksrolle erfolgte im Sommer 1907.
Einen gebrauchten Backofen erwarb er aus dem 10 km entfernten Densberg. Die ersten Backproben belegten eine wegweisende Entscheidung.





historisches_haus.png 1907

Trinchen Viehmeier besaß ein großes Talent zum Brotbacken und legte mit ihren Fähigkeiten die Keimzelle zur Entwicklung der Bäckerei Viehmeier.

Noch im gleichen Jahr fiel die Entscheidung zur erneuten Investition: ein neuer Ofen und die Einrichtung einer Stube wurden beschlossen.

1908
Die ersten Brötchen aus dem neuen Backofen wurden am 10. Oktober 1908 hergestellt und verkauft.

1909
Der erste Geselle wurde eingestellt.
Die Qualität der Brote und Brötchen erreichte überörtliche Bekanntheit. Erste Überlegungen zur Belieferung anliegender Ortschaften standen an. Mit der Anschaffung von Hundefuhrwerken legte der Familienbetrieb die Grundlage zur Bedienung der umliegenden Ortschaften.

1910
In diesem Jahr erfolgte die Belieferung der Ortschaften Moischeid, Schönau, Hundshausen, Densberg, Elnrode, Winterscheid, Lischeid, Appenhain und Itzenhain.
Die ersten Pferdegespanne fanden ihren Einsatz.

1911
Wilhelm Viehmeier begann seine Lehre als Bäcker in Treysa beim Bäckermeister Grebe. Die Lehrzeit konnte er auf Grund des Ersten Weltkrieges (1914 bis 1918) erst verspätet abschließen.

1915
Die Ausstattung der Bäckerei erreichte ein für die damalige Zeit hohes Niveau.
Das Bauernbrot war extrem beliebt. Man musste es beispielsweise mit der Bahn nach Frankfurt oder Westfallen ausliefern, um Bestellwünsche zu erfüllen.

Die Ehe von Friedrich Viehmeier und Katharina (Trinchen) schenkte neun Kinder. Alle hatten ihre Aufgaben in der Bäckerei zu erfüllen. Der Vater war streng, aber gerecht.

1930
Am 9. April legte Wilhelm Viehmeier die Meisterprüfung mit Erfolg ab.

1932
Wilhelm Viehmeier heiratete Katharina Stremme.

1933
Friedrich Viehmeier, der Enkel des Gründers, erblickte das Licht der Welt.

1937
historisches_haus.pngDer Betrieb wurde an Wilhelm Viehmeier übergeben. Er leitete fortan die Geschicke der Bäckerei.





1938
Anschaffung des ersten Lieferautos! Während des 2. Weltkrieges wuchs die Bevölkerung in Gilserberg durch die Flüchtlingsströme stark an. Der Bedarf an Bäckereiwaren nahm zu. Auch eröffneten zwei weitere Bäckereien in Gilserberg. Die hohe Qualität des Bauernbrotes setzte sich aber durch.

1948
Friedrich Viehmeier begann seine Lehre als Bäcker in Marburg beim Bäckermeister Häffner. Im Anschluss sammelte er noch wichtige Erfahrungen in verschiedenen Marburger Cafes.

1956
Friedrich Viehmeier legte mit 23 Jahren - als seinerzeit jüngster Bäckermeister Hessens - die Meisterprüfung erfolgreich ab.

1961
Laden-Historisch.jpgBau eines neuen Ladens mit einem Tagescafe.

Im gleichen Jahr heiratete er Erika, eine geborene Schwalm aus Sebbeterode. Erika Viehmeier arbeitete in den Folgejahren als Bäckereiverkäuferin in verschiedenen Bäckereien Marburg. Aus der Ehe gehen zwei Kinder hervor. Jürgen Viehmeier, der heutige Geschäftsführer und Ingrid. Ingrid arbeitet als Lehrerin. Sie heiratete den Malermeister Malkus aus Neustadt-Mengsberg. Auch sie haben zwei Kinder.

1969
Backstube-Germershausen.jpgWilhelm Viehmeier übergibt den Betrieb an Friedrich Viehmeier. Die Bäckerei befindet sich nun in der 3. Generation. Die Rezepte für die Schwälmer Bauernbrote werden angepasst. Die Originalrezepte aus dem Gründungsjahr haben andererseits Bestand.




viehmeier-backhaus-alt-kl.jpg1972
Die Bäckerei Viehmeier erhält den Auftrag zur Belieferung der Universitätskliniken in Marburg. Noch heute, 35 Jahre später, sind wir Lieferant des Marburger Universitätsklinikums.

Das alte Backhaus wurde erweitert und ein großer Ofen erbaut, der sich insbesondere zum Backen des Roggenbrotes eignet.


1978
In 1978 verstirbt Seniorchef Wilhelm Viehmeier.

Ein neues Backhaus ist erforderlich. Es folgt der Umzug mit allen Maschinen und Öfen. Das Backhaus erfährt eine großzügige Raumaufteilung. Die langjährigen Erfahrungen von Friedrich Viehmeier finden hier ihren Ausdruck.


1982
Holzofenbrot-Baecker2.jpgEin gemauerter Holzofen wird gebaut, in dem mit Holz auf der Backfläche geheizt wird.

Das Backen im Holzofen erfordert ein hohes Maß an handwerklichem Geschick und Erfahrung. Hier werden noch heute unsere Holzofenbrote gebacken.




1983
brotladen.pngIn Fritzlar eröffnet die zweite Filiale. Erstmals erscheint der Schriftzug "Schwälmer Brotladen" in altdeutsch; einer spontanen Idee von Friedrich und Jürgen Viehmeier geschuldet.





1984
Jürgen Viehmeier beginnt - nach sehr erfolgreichen Abschlüssen der Gesellenprüfungen – die im Bäckereiwesen unentbehrlichen "Wanderjahre". Zu seinen wichtigsten Stationen zählen Weiterbildungen in der Schweiz sowie bei Boehringer Ingelheim (Dr. Huber) und eine prägende Anstellung in einer der renommiertesten Bäckereien und Konditoreien Deutschlands, dem Backhaus Rischart in München. In diesem Betrieb praktizierte auch Gabi-Katharina Dingel, die langjährige Freundin, erfolgreich in allen Bereichen des Verkaufes und Cafebetriebes.

Am Ende des Jahres fanden umfangreiche Erweiterungen in der größten Filiale in Kassel (obere Königsstrasse) statt. An das erneuerte Ladengeschäft wurde ein Cafe im zweiten Stock mit 150 Sitzplätzen angegliedert. Diese wichtigste Filiale wird von Chefin Erika Viehmeier und Herrn Walter Vaupel betreut. In der Folgezeit gewann der Konditoreibereich im Hause an Bedeutung. Zum Jahresende belieferte die Bäckerei 10 Filialen.

1986
Juergen-Hans_1986.jpgNach bestandenen Meisterprüfungen verstärken die jungen Bäckermeister Hans Heise (re. im Bild) und Jürgen Viehmeier (li. im Bild) das Team der Bäckerei Viehmeier.

Mit dem Konditormeister Max Riebe hat Chef Friedrich Viehmeier eine tatkräftige Unterstützung bei der schnellen Entwicklung der Firma erhalten.






1987

Bei einem Großbrand, ausgelöst im Bereich der Brötchenherstellung, wird der Backbetrieb massiv eingeschränkt. Die Produktion ruht drei Tage. Einige Bäckerkollegen backen ein Notprogramm, um die Grundversorgung der Kunden, aber auch der vielen Großabnehmer (wie z.B. Krankenhäuser und Bundeswehren), überhaupt gewährleisten zu können. Durch einen unvergessenen Kraftakt der Mitarbeiter gelang es, die Aufräumarbeiten so schnell durchzuführen, dass schon nach wenigen Tagen wieder selbst gebacken werden konnte.

1988
Im Oktober 1988 heirateten Gabi Katharina (geb. DingeI) und Jürgen Viehmeier. Ein großes Fest mit nahezu allen Mitarbeitern wird im Zelt gefeiert.

1989
Lena Viehmeier wurde geboren. Vater Jürgen bestand im gleichen Jahr die Prüfung zum Konditormeister. Die Backstube erfuhr durch einen Anbau der Konditorei eine Erweiterung. Zwischenzeitlich bot die Firma ihre Backwaren in 12 Filialen an.
Jürgen Viehmeier ist jetzt auch Betriebswirt des Handwerks.

1991
viehmeier_peter_kl.jpgPeter Viehmeier erblickt das Licht der Welt.

Die Kollegenfamilie Böttcher verkauft, trotz einer Reihe weiterer Interessenten, den gesamten Betrieb (incl. Immobilie) an die Familie Viehmeier. So entsteht in Neukirchen an exponierter Stelle ein schönes Cafe. Dieser Erwerb war eine wichtige unternehmerische Entscheidung von Friedrich Viehmeier.






1993
Erneute Erweiterung des Backhauses. Der Versandbereich war zu eng geworden und die Sozialräume sowie der Verwaltungsbereich nicht mehr zeitgemäß. Die zweite Etage wurde neu gestaltet. Mittlerweile beschäftigte die Firma ca. 200 Mitarbeiter und betrieb 18 Filialen.

1995
In Gießen entsteht eine zweite Filiale. Die Erstellung des „Seltersweges“ ist ein großer Entwicklungsschritt für das Unternehmen. Die nunmehr zweitgrößte Filiale ist der Schritt in moderne Bäckereiverzehrskonzepte. Aus heutiger Sicht war die Filialinvestition sehr hoch, erbrachte jedoch viel Know-how für nachfolgende Objekte und war somit die Keimzelle für eine Reihe erfolgreicher Caféstandorte. Hier begann auch eine enge Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Ladenbauer.

1996
Die Firma konnte sich nicht zuletzt auch durch die harmonische Zusammenarbeit der beiden Familien Friedrich und Jürgen Viehmeier und einer hochmotivierten Mitarbeiterschaft stetig entwickeln. Neue Filialen entstanden in Fritzlar, Baunatal, Marburg, Kirchhain und Bad Zwesten. Zum Ende des Geschäftsjahres wurden 26 Fachgeschäfte, teilweise mit Cafes, gezählt.

1999 bis 2001
Die Backstube platzte aus allen Nähten, die Kapazitäten reichten seit geraumer Zeit, vor allem im Bereich der Backöfen, nicht mehr aus. Nach sehr langer und intensiver Planung begann die Firma mit einer auf mehrere Bauabschnitte geplanten umfangreichen Erweiterung der Produktionskapazitäten.

Die entscheidende Frage bestand darin, am angestammten Standort  - direkt an der Bundesstrasse 3 - zu erweitern. Die Geschäftsführung stand vor schwierigen Abwägungen, da die Platzbedingungen sowie genehmigungsrechtliche Bedenken erkennbar wurden. Letztendlich einigte man sich mit dem Nachbarn Hauck, der seinen landwirtschaftlichen Betrieb nicht weiterführen wollte, auf den Neubau eines schmucken Zwei-Familienhauses und so konnte das fast 2000qm direkt parallel zum Backhaus liegenden Grundstück nach Abriss der Gebäude genutzt werden. Die Familie Viehmeier entschied sich so gegen einen Hallenbau auf der grünen Wiese.

Die Bäckerei Viehmeier hatte so die Möglichkeit, alle vorhandenen Betriebsmittel (Siloanlage, Holzbacköfen, Backöfen, Frosteranlagen) und ein ca. 2500 m² vollständig eingerichtetes Backhaus unverändert weiter zu nutzen. Die Erweiterungen konnten direkt am Bestand angegliedert werden, ohne die vorhandenen Gegebenheiten umfangreich zu verändern.

Getreu unserer regionalen Ausrichtung wurden nahezu ausschließlich ortsansässige Firmen oder Betriebe aus der Region mit den Erweiterungsbauten beauftragt. Die in zwei Bauabschnitten umgesetzten Baumaßnahmen gestalten sich als sehr langwierig und schwierig. Neben den sich verzögernden Baufortschritten mussten vertraglich vereinbart weitere Filialeröffnungen organisiert werden, für diese waren die neuen Backofenkapazitäten noch nicht nutzbar, so entstanden übergangsweise hohe Kosten für die noch deutlicher überbelastete Produktion.

Mit großem persönlichem Einsatz unserer Mitarbeiter in Backstube und Logistik sowie viel Improvisation und Flexibilität haben wir zusammen die schwierige Phase gemeistert. Als der neue Backofen Ende 2000 zügig in Betrieb genommen werden konnte, entspannte sich besonders die Kostensituation schnell, das beginnende Geschäfts­jahr wurde eines der wirtschaftlich erfolgreichsten.

2003
Unser Bäckereiunternehmen besteht nun aus über 450 Mitarbeitern und mehr als 50 Filialen. Die wichtigsten Aufgaben bestehen jetzt in der Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Organisationsstruktur, gerade im Vertrieb und im Controlling.

2005
Hessenmarke.jpgIn diesem Frühjahr wird das Unternehmen durch die „Qualitätsmarke -  GEPRÜFTE QUALITÄT HESSEN zertifiziert und damit Mitgliedsbetrieb. Der hessische Landwirtschaftsminister Dietzel besucht die Firma und überreicht den Zeichennutzungsvertrag samt Urkunde.
Die Firma fühlt sich der regionalen Ausrichtung sehr verbunden und steuert so gezielt den Rohstoffeinkauf.


2006
Nach sehr gründlicher Vorbereitung, Beratung und Planung wird der Familienbetrieb von Erika und Friedrich Viehmeier an Gabi-Katharina und Jürgen Viehmeier übergeben. Es wird die Bäckerei Viehmeier GmbH & Co KG gegründet, deren Geschäftsführung von der Familie ausgeübt wird.

Schwaelmer-Liebling_2006.jpgDie Firma ist sehr erfolgreich anlässlich von verschiedenen Tageszeitungen ausgeführter Umfragen und erzielt in der Region hervorragende Plätze. In der Schwalm wird die Bäckerei Viehmeier mit dem ersten Platz und Gabi Viehmeier mit dem Titel "Schwälmers Liebling" geehrt.

Viele organisatorische Verbesserungen werden eingeführt, z.B. hat die Firma mittlerweile einen Hygienebeauftragten. Im Bereich der Filialen kommen drei weitere Standorte hinzu, besonders wichtig ist es, auch vorhandene, ältere Geschäfte zu renovieren und zu erneuern. So wurden auch in 2006 umfangreiche Investitionen getätigt.

2007
Die Bäckerei Viehmeier hat sich weiter entwickelt, es werden zur Zeit 52 Lehrlinge ausgebildet. Anfang des Jahres wurde auf Grund der neuerlichen Entwicklung auch kräftig in die Backstube investiert. Im März vereinbaren der ehemalige Lehrbetrieb von J. Viehmeier, die befreundete Konditorei Schneider in Borken, eine Übernahme. So wird das Sortiment ausgeweitet.

Im documenta-Jahr startet die Bäckerei Viehmeier eine viel beachtete Aktion mit regionalen Künstlern.

2009
Aktuell betreibt das Unternehmen 68 Filialen und beschäftigt 556 Mitarbeiter, darunter 63 Auszubildende.